Digitale Infrastruktur und smarte Stadtsteuerung
Inhaltsverzeichnis
Digitalisierung muss den Menschen Zeit sparen und der Stadt Kosten – sonst ist sie teure Spielerei. Wir setzen auf eine moderne, verlässliche IT, bessere Netze und digitale Steuerung dort, wo sie den Alltag wirklich erleichtert: bei Genehmigungen, Baustellen, Verkehr und Bürgerservice. Und wir bleiben dabei bodenständig: erst Prozesse ordnen, dann digitalisieren – damit es am Ende schneller wird und nicht nur „anders kompliziert“.
Das wollen wir:
1. Mobilfunk ausbauen: Städtische Flächen nutzen, Funklöcher schließen
Wir unterstützen den Mobilfunkausbau aktiv und stellen städtische Liegenschaften grundsätzlich zur Verfügung – mit sinnvollen Ausnahmen im Einzelfall (z. B. Bildung, Kinderbetreuung, Krankenhäuser). Ziel ist ein dichtes, leistungsfähiges Netz in der ganzen Stadt – auch in Randlagen, U-Bahn-Umfeld und Gewerbegebieten.
2. Glasfaser und Breitband: Grundversorgung für Wirtschaft und Alltag
Wir beschleunigen den Glasfaserausbau, koordinieren Tiefbauarbeiten besser und vermeiden doppelte Baustellen. Digitale Infrastruktur ist Standortpolitik: Wer hier arbeitet, gründet oder lernt, braucht stabile Netze – nicht Ausreden.
3. Verfahren beschleunigen: Schluss mit jahrelangen Hängepartien
Wir straffen Genehmigungs- und Abstimmungsprozesse, setzen klare Fristen und schaffen einen zentralen „Netz-Ausbau-Lotsen“ in der Verwaltung. Ausbau darf nicht an Zuständigkeits-Pingpong scheitern.
4. Standardsoftware statt Sonderlösungen: IT wirtschaftlich aufstellen
Wir setzen konsequent auf Standardsoftware und vermeiden teure Eigenentwicklungen. Wo möglich, übernehmen wir bewährte Lösungen – und kooperieren stärker mit anderen Kommunen und insbesondere mit dem Freistaat Bayern, damit Systeme kompatibel sind und Betriebskosten sinken.
5. „Einmal angeben reicht“: Bürgerkonto und durchgängige Online-Dienste
Wir bauen digitale Services so aus, dass Daten nicht immer wieder neu eingereicht werden müssen. Mit einem zentralen Bürger- und Unternehmenskonto, digitalen Nachweisen, ePayment und Statusverfolgung – transparent, nachvollziehbar und ohne Behördenlauferei.
6. KI in der Verwaltung: Nutzen statt Hype
Wir führen KI mit einem klaren Aktionsplan und verbindlicher Roadmap ein – nur dort, wo der Nutzen messbar ist: schnellere Bearbeitung, bessere Auskünfte, Entlastung bei Routinevorgängen. Fokus: Bürgerservice (auch mehrsprachig, 24/7), Dokumenten- und Vorgangsunterstützung, Terminsteuerung – mit klaren Regeln, menschlicher Verantwortung und Qualitätskontrollen.
7. Digitale Baustellen- und Verkehrssteuerung: Daten bündeln, Stau reduzieren
Wir verknüpfen Baustellenplanung, Verkehrslenkung und ÖPNV-Informationen stärker digital: gemeinsame Lagebilder, bessere Koordination, datenbasierte Entscheidungen. Ziel: weniger Chaos, bessere Umleitungen, verständliche Information – und ein Verkehrsfluss, der nicht bei jeder Baustelle zusammenbricht.
8. IT-Sicherheit: Schutz der Stadt als Pflichtaufgabe
Je digitaler die Stadt, desto wichtiger die Abwehr. Wir stärken Cybersecurity mit verbindlichen Standards, regelmäßigen Audits, Notfallplänen und Schulungen. Kritische Systeme werden besonders abgesichert – damit Ausfälle, Datenabfluss und Erpressungstrojaner keine Chance haben.
9. Datenschutz mit Maß: Schutz ja – Blockade nein
Datenschutz ist wichtig, aber er darf keine Ausrede für Stillstand sein. Wir sorgen für klare Zuständigkeiten, praxistaugliche Vorgaben und datensparsame Lösungen, die rechtssicher sind – und trotzdem funktionieren.
10. Digitale Souveränität mit Vernunft – keine Münchner Alleingänge
Digitale Souveränität heißt für uns vor allem: funktionierende, sichere und wirtschaftliche IT. Ideologisch motivierte Sonderwege lehnen wir ab. Das gescheiterte LiMux-Projekt hat gezeigt, dass Alleingänge teuer sind und die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung schwächen. Wir setzen deshalb auf bewährte Standards, marktgängige Lösungen und enge Kooperationen mit anderen Kommunen sowie dem Freistaat. Langfristiges Ziel ist dabei eine größere Unabhängigkeit von IT-Konzernen außerhalb der EU – aber schrittweise, realistisch und ohne Risiken für Stabilität und Produktivität.
11. Digitale Teilhabe: Niemand wird abgehängt
Digital wird Standard – aber der Zugang bleibt für alle möglich: verständliche Sprache, barrierefreie Angebote, Unterstützung vor Ort und weiterhin persönliche und analoge Anlaufstellen für diejenigen, die sie brauchen. Moderne Verwaltung heißt Service, nicht Hürde.
12. Steuerung und Kontrolle: Digitalisierung muss Ergebnisse liefern
Wir messen Wirkung: Bearbeitungszeiten, Termindichte, Ausfallzeiten, Nutzerzufriedenheit und Kosteneffekte. Was funktioniert, wird ausgerollt – was nichts bringt, wird beendet. So wird Digitalisierung wieder zu dem, was sie sein soll: ein Werkzeug für eine Stadt, die funktioniert.
München kann Fortschritt – wenn wir pragmatisch handeln, Standards setzen und konsequent umsetzen: digital, sicher, wirtschaftlich und spürbar besser im Alltag.