Seniorenpolitik und Pflege

Damit Seniorinnen und Senioren selbstbestimmt, sicher und gut versorgt in jedem Münchner Viertel leben können, stärken wir Barrierefreiheit und ÖPNV, sorgen für wohnortnahe medizinische und pflegerische Angebote, fördern neue Wohn- und Begegnungsformen sowie digitales Mitmachen – und setzen auf eine Stadt, die älteren Menschen Respekt, Teilhabe und Schutz garantiert.

Das wollen wir:

1. Sicherer und gut nutzbarer ÖPNV für Seniorinnen und Senioren

Seniorinnen und Senioren müssen sich zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher im ÖPNV fühlen. Alle Bahnhöfe und Haltestellen sollen barrierefrei zugänglich sein, mit zuverlässigen Aufzügen und seniorengerechter Wegweisung. (Selbstfahrende) Quartiersbusse sollen Wohnviertel besser an S- und U-Bahn anschließen.

2. Ein digitales Seniorenportal zur Versorgung und Vernetzung schaffen

Eine stadtteilbezogene Senioren-App soll Versorgung, Prävention, Pflegekontakte und Freizeitangebote leicht zugänglich machen. Informationen für Seniorinnen und Senioren sollen gebündelt, verständlich und über einen digitalen Seniorenstadtplan abrufbar sein. Die App soll analoge Informationsangebote ergänzen, nicht ersetzen.

3. Den öffentlichen Raum seniorenfreundlich gestalten

Straßen, Wege und Plätze sollen für ältere Menschen sicher und angenehm nutzbar sein. Mehr Sitzgelegenheiten, öffentlich zugängliche Toilettenanlagen, Begrünung, Schatten und Trinkwasserspender sollen zum Verweilen einladen.

4. Mehrgenerationenhäuser fördern

Neue altersgerechte Mehrgenerationenhäuser sollen entstehen, in denen täglicher Austausch und gegenseitige Unterstützung der Generationen selbstverständlich möglich sind.

5. Kreative und flexible Wohnkonzepte für ältere Menschen ermöglichen

Wohnraum soll so gestaltet sein, dass er flexibel auf Lebensphasen angepasst werden kann. Ein städtischer Wohnungstausch zwischen Seniorenhaushalten und Familien soll geschaffen und unterstützt werden.

6. Medizinische und pflegerische Versorgung wohnortnah sichern

Quartiere sollen ausreichend Pflegeplätze, Seniorenangebote und medizinische Versorgung vor Ort bieten. Arztpraxen sollen für mobilitätseingeschränkte Menschen gut erreichbar sein, auch durch erleichtertes Kurzzeitparken.

7. Generationenübergreifende Projekte stärken

Jung und Alt sollen durch gemeinsame Aktivitäten voneinander lernen und Einsamkeit entgegenwirken. Schul- und Kita-Projekte, digitale Unterstützung durch Jugendliche und gemeinsame Besuche in Seniorenheimen sollen gefördert werden.

8. Senioren-Mentoren gewinnen und ehrenamtliches Engagement stärken

Erfahrene Seniorinnen und Senioren sollen ihr Wissen über eine Ehrenamtsbörse einbringen können. Anerkennung und passende Aufgaben sollen dabei helfen, soziale Teilhabe zu stärken und Einsamkeit zu verhindern.

9. Sicherheitsberatung für ältere Menschen ausweiten

Seniorinnen und Senioren sollen besser vor Betrugsmaschen, Diebstahl und digitaler Kriminalität geschützt werden. Kostenlose Informationsveranstaltungen und Beratungen vor Ort sollen verstärkt angeboten werden.

10. Kostengünstige öffentliche Angebote für Senioren sichern und ausweiten

Ermäßigungen im ÖPNV, in Bädern und bei kulturellen Angeboten sollen erhalten und ausgebaut werden. Für finanziell belastete ältere Menschen sollen kostenlose Mittagstische und freiwillige gastronomische Angebote erweitert werden.

11. Aktive Seniorinnen und Senioren fördern

Mehr Fokus auf Potenzial und Unterstützung älterer Menschen, nicht nur auf ihre Bedürfnisse. Unterstützung von Senioren, die sich im Ruhestand aktiv einbringen möchten, durch Begegnungsräume, Bildung und digitale Teilhabe.

12. Unterstützung pflegender Angehöriger

Bessere finanzielle, psychologische und entlastende Unterstützung für Angehörige, die pflegebedürftige Senioren zu Hause betreuen.

13. Rolle der Pflegestützpunkte

Einrichtung und Förderung von Pflegestützpunkten zur Beratung, Koordination und Orientierung im Pflegesystem. Stärkung der Pflegestützpunkte durch Finanzierung von Land, Bezirk und Krankenkassen.